Feb
20

Mein Praktikum bei Chefkoch.de

„Chefkoch? Ist das nicht die Internetseite mit den vielen Rezepten?“ So haben sehr viele meiner Bekannten reagiert, als ich ihnen von meinem anstehenden Schülerpraktikum bei Chefkoch.de erzählt habe. Denn dass Chefkoch.de noch viel mehr macht, als nur eine Website anzubieten, ist den meisten gar nicht bewusst.

Aber erstmal ein paar Worte zu mir: Mein Name ist Heidi, ich bin 16 Jahre alt und besuche aktuell die 10. Klasse eines Gymnasiums. Für mich war es wichtig zu sehen, was sich hinter der Website verbirgt, von der ich all meine Rezepte sammle.

Warum ein Praktikum bei Chefkoch.de?

Auf das Praktikum bin ich eher zufällig gestoßen. Mein Vater arbeitet in der Nähe des Chefkoch.de Standortes in Bonn und erzählte mir davon, da ich noch keine Vorstellung hatte, wo ich mein Schülerpraktikum machen sollte.

Schon nach meinem ersten Gespräch mit Marina aus der HR Abteilung fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. Auch die anderen Mitarbeiter, die man hier Chefköche nennt, begrüßten mich sehr herzlich und ich hatte das Gefühl aufgenommen worden zu sein. Mir war von Anfang an klar, dass das allbekannte Kaffeekochen und Kopieren keine große Rolle in meinem Praktikum spielen würde.

Ich hatte die Wahl mich auf eine Abteilung zu spezialisieren oder mal in jede Abteilung reinzuschauen. Ich entschied mich dafür, mal in alle Abteilungen reinzuschauen, da ich mir teilweise nichts unter den Abteilungsnamen vorstellen konnte.

Das Mittagessen wird bei Chefkoch.de sehr groß geschrieben. Auf der Etage gibt es eine sehr große Küche, die Eventküche, in der sich die Mitarbeiter ihr Essen kochen oder warm machen können. Gegen zwölf wird es sehr voll. Alle setzen sich an die Tische und plaudern miteinander. Die ganze Etage roch nach gebratenem Steak, Bolognese, Thai Curry oder ähnlichen Leckereien. Auch für Getränke und Obst ist gesorgt.

Meine drei Wochen bei Chefkoch.de im Detail

Da mein Bericht zu lang werden würde, wenn ich über jeden einzelnen Tag schreiben würde, erzähle ich euch nur etwas über meine vier spannendsten Tage:

Team Assistenz

Mein erstes Highlight startete am Donnerstag der ersten Woche. Ich durfte zwei Tage in der Assistenz verbringen. Zu Beginn des ersten Tages durfte ich mit der Kochgruppe kochen. Danach gab es ein Meeting der gesamten Chefköche und ich musste die Position von Daniela und Kristina übernehmen: Die Pakete annehmen und die, die Retour gehen abgeben und das Essen für den Geschäftsleiter Martin besorgen. Später musste ich dann die fehlenden Amazon Rechnungen für die Buchhaltung ausdrucken. Auch der zweite Tag in der Assistenz war sehr schön. Zum Beginn des Tages beendete ich die Liste der Amazon Rechnungen. Nachdem das erledigt war, räumte ich gemeinsam mit Daniela den Vorratsschrank auf. Das Ergebnis ließ sich sehen und die Chefköche lobten uns. Daniela und ich waren gespannt wie lange die Ordnung wohl halten wird. Mal gucken ob ich den Schrank im Laufe meines Praktikums nochmal erneut aufräumen kann. Eigentlich hatten wir auch vor den Empfangstresen aufzuräumen. Jedoch wurde in der Eventküche für ein Google Video gekocht und gebacken und wir wären dann zu laut gewesen.

Team Android

Am Dienstag der zweiten Woche war ich im Team Android. Wiedermal hatte ich keine Ahnung von dem was dort passieren würde. Aber natürlich wurde mir von Parviz alles gut erklärt. Er testet die Funktionalität der App und verändert gegebenenfalls den Code, falls etwas nicht stimmen sollte. Anfangs schaute ich ihm zu. Musste aber später, um herauszufinden was ich mir alles gemerkt habe, einen Test machen (Ich hatte fast alles richtig). Später durfte ich auch die neue App testen. Mir wurden Schritte beschrieben, welche ich machen soll. Dabei wurde auch die Zeit gestoppt. Als der Test vorbei war, wurden mir noch weitere Fragen gestellt, wie z.B. was ich zu dem neuen Design sage oder was ich grundsätzlich ändern würde. Das befragen der Kunden ist sehr wichtig, da das UX – UI Team und das Team Android so weitere Fehler entdecken und gleichzeitig auch beheben können. Außerdem kann man durch die Verbesserungsvorschläge der Tester auch weitere Ideen entwickeln.

Team Brand Management

Meine Letzte Woche startete im Team Brand Management. Unter dem Namen konnte ich mir erstmal gar nichts vorstellen. Daher stellten sich die vier Mitarbeiter des Teams erstmal vor und erzählten auch was sie speziell in dem Team machen. Allgemein beschäftigen sie sich mit der Persönlichkeit der Marke Chefkoch.de. Ich musste von meiner Lieblingsmarke erzählen und musste Fragen beantworten, wie z.B. was ich mit ihr verbinde oder was ich an ihr gut finde. Und genau mit den Fragen beschäftigt sich das Brand Management auch. Sie überlegen sich, ob sie es dem Kunden lieber schwer machen wollen das Abo zu kündigen und dabei eher eine schlechtere Persönlichkeit zeigen wollen oder ob sie es dem Nutzer leicht machen wollen und nett rüberkommen wollen. So hat er vielleicht später einmal Lust, dass Abo erneut zu beanspruchen.

Team UX/UI Design

Den nächsten Tag verbrachte ich im User-Experience (UX) – User Interace (UI) Design. Dort wurde mir von Christoph anfangs ausführlich erklärt, wofür seine Abteilung zuständig ist: Sie sind erstmal für die Architektur der Seite zuständig und auch für das Design. Die UX-Architekten gehen so vor, dass sie erst ihre Ziele festlegen, dann die Inhalte und Funktionen festlegen, ein Benchmarking (Wettbewerbsanalyse) durchführen und dann die Informationsarchitektur festlegen. Danach befragen sie die Nutzer, ob es ihnen Gefällt. Um die ersten Ideen festzuhalten bauen sie einen Prototyp mithilfe ein paar Apps und lassen sie dann wieder von ein paar Nutzern testen. Nach diesem Schritt entwerfen sie das Visual Design erneut mit einem Prototypen und Programmieren es. Auch danach werden wieder die Nutzer befragt. Wenn alle damit zufrieden sind wird es online gestellt. Nachdem Christoph mir alles erklärt hatte, führte ich zusammen mit Verena den Friendly User Test mit dem Google Home durch. Ich musste mir selber überlegen, wie ich die App Chefkoch aufrufen kann. Nach mehreren Versuchen hatte es endlich geklappt und ich musste ein Rezept aussuchen und so tun, als würde ich es kochen wollen. Google führte mich ohne Probleme durch die Rezeptanleitung. Verena hielt währenddessen meine Schritte auf dem Computer fest. Später wurde das gleiche nochmal durchgeführt, nur mit der Sprachsteuerung auf einem Handy. Diesmal wurde mein Vorgehen sogar gefilmt. Da Chefkoch versucht die App zu verbessern, sollte ich erklären, was mir an der App gefällt und was nicht. Am Nachmittag musste ich die Web Version der Chefkochseite zeichnerisch auf eine Handy Version umschreiben und konnte mir überlegen, wie man die Anzeige „Neue Rezeptbilder“ umgestalten könnte, damit man nicht nur die Bilder sieht, sondern auch etwas mehr über das eigentliche Rezept erfahren könnte. Ich sollte mich also in die Rolle der Nutzer versetzen und verschiedene Ideen aufschreiben.

Chefkoch verbindet

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mein Praktikum bei Chefkoch.de super schön war. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und konnte meine Berufswahl etwas präzisieren. Alle geben sich wirklich richtig Mühe, das Praktikum wunderschön zu gestalten. Ich fand jede Abteilung super spannend, doch leider wäre mein Blog über vier Seiten lang geworden, wenn ich von jedem einzelnen Tag berichtet hätte. Jedem, bei dem ich jetzt etwas Interesse geweckt habe, empfehle ich, sich zu bewerben! Es lohnt sich wirklich und macht super viel Spaß, denn ihr werdet Teil einer großen Familie. Ich meinerseits weiß, wo ich einen Teil meiner Sommerferien verbringen werde.

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Heidi

Heidi ist eine leidenschaftliche Hobbyköchin und -bäckerin und besucht derzeit die 10. Klasse eines Gymnasiums in der Nähe von Bonn.

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1 comment

  • Liebe Heidi, vielen Dank für deine Impressionen die du mit uns teilst! Erstmal möchte ich dir meine besten Glückwünsche ausrichten, dass du dein Praktikum meines Erachtens so erfolgreich gemeistert hast. Du bist erst in der 10. Klasse und hast für dein Alter wirklich viel Verantwortung in dem Unternehmen übernommen.

    Es ist auch wirklich sehr interessant mal einen wirklichen “Einblick hinter die Kulissen” von chefkoch.com zu bekommen. Man nimmt es ja oftmals nicht wirklich wahr, was alles hinter dieser Webseite steckt. Es geht ja nicht nur alleine um Rezepte. Ein sehr positiver Beitrag!

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