Jul
29

Rauchiges Fleisch vom Smoker – Insider Tipps für BBQ-Fans

Torsten Tromm ist “Head of SEO” bei Chefkoch.de. Er kümmert sich darum, dass Rezepte und Artikel in den Suchmaschinen gefunden werden. Doch Torsten hat neben Chefkoch.de eine andere Leidenschaft: das Grillen. Vor allem fürs Smoken gilt er bei uns im Team als Experte. Wir haben Torsten daher mal zu dieser speziellen Grillmethode und zum BBQ befragt – und konnten ihm dabei einige Grillgeheimnisse entlocken.

Torsten, sag mal, warum findest du den Smoker eigentlich so toll? Das dauert doch furchtbar lange …

Stimmt, das Smoken dauert oft länger, manchmal sogar sehr viel länger als andere Zubereitungsarten. Aber genau das ist ja das Motto des Smokens: „low and slow“, also langsam bei niedriger Temperatur garen. Das hat große Vorteile, gerade wenn man sehr hochwertiges Fleisch verwendet. Zum einen wird das Fleisch unglaublich zart und saftig, zum anderen „versaut“ man dank der niedrigen Temperaturen nicht mal eben ein tolles Stück Fleisch, weil man mal eine Minute nicht aufgepasst hat. Dazu kommen natürlich noch die tollen Raucharomen, die man so nur im Smoker richtig gut hinbekommt. Es gibt viele unterschiedliche Holzsorten, die man im Smoker verwenden kann und alle geben ein ganz eigenes Aroma ab. Es macht großen Spaß damit zu experimentieren und herauszufinden, welche Mischung zu welchem Fleisch oder Fisch passt.

Welches Fleisch macht sich deiner Meinung nach am besten auf dem Smoker?

Zart gegarte Schweinelende aus dem Smoker © Torsten Tromm

Zarte Schweinelende aus dem Smoker © Torsten Tromm

Das kann man so gar nicht sagen. Es gibt viel zu viele Gerichte, die aus dem Smoker einfach grandios schmecken. Wichtig ist vor allem die Qualität des Fleisches. Ich esse lieber seltener Fleisch und gebe dafür beim Metzger meines Vertrauens oder auch bei einem der sehr guten Internet-Versandhändler etwas mehr Geld für beste Qualität aus. Um die Frage zu beantworten, zähle ich einfach mal ein paar sehr gute Smoker-Gerichte auf, die meiner Meinung nach jeder, der gerne Fleisch isst, mal gegessen haben sollte: richtig gut gemachte Spare Ribs, Brisket (Brustspitze vom Rind), Flanksteak, Picanha (brasilianischer Tafelspitz), Lachs von der Zedernholz-Planke, Lammrücken, Hamburger (aus bestem Rindfleisch und mit selbstgebackenen Burger-Buns) und natürlich das berühmte Pulled Pork (aus der oberen Schweineschulter, dem so genannten „Boston Butt“).

Was gehört für dich außerdem zum BBQ – neben dem perfekten Fleisch vom Smoker?

Ich persönlich brauche eigentlich nicht viele Beilagen zu Fleisch oder Fisch, um glücklich zu sein :-). Ich bin ein großer Fan von selbstgemachten BBQ- und Steak-Saucen im amerikanischen Stil, guter Kräuterbutter, frischem Brot (kann man auch im Smoker backen, schmeckt klasse) und esse dazu gerne einen Salat, z.B. einen Krautsalat nach amerikanischem Rezept (Coleslaw) oder einen gegrillten Maiskolben mit Salz und Butter. Wenn ich sehr gute Kartoffeln bekomme, mache ich auch gerne Baked Potatoes mit Sour Cream.

Hast du als Grillexperte einen Tipp auf Lager: Woran sollten sich weniger versierte Griller unbedingt heranwagen?

Das Schöne am Grillen mit dem Smoker ist ja, dass man eigentlich gar nicht so versiert sein muss. Ich grille meistens mit einem elektronischen Grillthermometer, das über einen Fühler die Kerntemperatur des Fleisches misst. Zusammen mit den entsprechenden Kerntemperatur-Tabellen ist es leicht, ein Stück Fleisch perfekt auf den Punkt zu garen. Das kann eigentlich auch jeder, der sonst Nackensteaks zu Schuhsohle bruzzelt. 🙂 Für den Einstieg empfehle ich immer Spare Ribs. Die sind zwar etwas aufwendig, aber sehr leicht zu machen, hauen Gäste meistens geradezu vor Begeisterung vom Gartenstuhl und man braucht noch nicht mal ein Einstich-Thermometer.

Spare Ribs und das aromaspendende Holz, bevor sie in den Smoker kommen © Torsten Tromm

Spare Ribs und das aromaspendende Holz, bevor sie in den Smoker kommen © Torsten Tromm

Was möchtest du in Sachen BBQ unbedingt mal noch ausprobieren?

Ich hatte bisher noch keine Gelegenheit, einmal Pulled Pork selbst zu machen. Das kann bei einer ganzen Schweineschulter gut und gerne mal 24 Stunden dauern. Natürlich inklusive nachts den Wecker zu stellen, um die Temperatur zu kontrollieren und Briketts nachzulegen. Extrem aufwendig, aber es lohnt sich. Pulled Pork mit der typischen Essig-Sauce auf einem Brötchen schmeckt großartig. Außerdem werde ich weiter mit den Raucharomen unterschiedlicher Holzsorten und eher exotischen Aromaspendern wie den Samenkapseln von Eukalyptus oder z.B. Büffelgras herumexperimentieren. Da gibt es noch Vieles zu entdecken.

Rückst du für uns noch eines deiner Lieblingsrezepte raus?

Da die spannenden Grillrezepte häufig recht umfangreich sind und auch das Spare Ribs Rezept, das ich hier gerne präsentiert hätte, recht lang ist und hier den Rahmen sprengen würde, möchte ich auf mein noch brandneues Grill-Blog www.meatandfire.de verweisen. Dort stelle ich regelmäßig getestete und für gut befundene oder auch selbst entwickelte Rezepte vor. Darüber hinaus gibt es dort auch nach und nach grundlegende Infos, die den Einstieg ins Smoken leicht machen.

Danke für das Interview und weiterhin viel Geduld beim Smoken 😉

 

Smoker-Experte & Chefkoch: Torsten Tromm

Smoker-Experte & Chefkoch: Torsten Tromm

 

Wer jetzt auch Lust aufs Smoken bekommen hat oder die Rezepte und Smoker-Tricks von Torsten nachlesen will, kann in seinem Blog vorbeischauen: www.meatandfire.de

Außerdem haben wir andere Grill-Blogger nach ihren wichtigsten Tipps gefragt, nachzulesen auf Chefkoch.de hier.

 

 

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Diplomierte Geographin, SEO-Managerin im Online Marketing Team. Halterin eine französischen Bulldogge namens Rakete, dem Bürohund bei Chefkoch 🙂

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